20.06.2017 / Inland / Seite 8

»Hunderttausende Schüler werden nicht profitieren«

In NRW soll doch wieder nach 13 Jahren Abitur gemacht werden. Für viele kommt die Umstellung zu spät. Gespräch mit Marcus Hohenstein

Ralf Wurzbacher

Die kommenden Regierungspartner CDU und FDP haben sich per Koalitionsvertrag auf die »prinzipielle« Rückkehr zum zum Abitur nach neunjährigen Gymnasialzeit, G 9, an den Schulen in Nordrhein-Westfalen verständigt. Freut es Sie, dass man Ihnen die Arbeit abnimmt?

Wenn es mal so wäre. Natürlich ist es erfreulich, dass CDU und FDP den Wählerauftrag ernst nehmen und sich daran machen, schul- und bildungspolitisch umzusteuern. Nur leider springt die künftige Regierung zu kurz: Hunderttausende Schüler werden von der Reform gar nicht profitieren.

Wegen der zwei Jahre, die bis zur Umstellung noch ins Land gehen sollen?

Zum Regelfall soll das G 9 erst wieder ab dem Schuljahr 2019/20 werden, und dann auch nur für die Schüler, die neu ins Gymnasium eingeschult werden. Wir wollen dagegen, dass auch alle die Kinder, die heute in den Klassen drei, vier, fünf und sechs sind, ihr Abitur nach neun Jahren ablegen können und nicht zwangsweise nach acht Jahren.

Aber wäre eine Ums...

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