19.06.2017 / Inland / Seite 5

»Gülletourismus« hebt Wasserpreise

Bodenverschmutzung durch Überdüngung: Die Zeche zahlt der Verbraucher

Bernd Müller

Die Bundesregierung hat sich nach jahrelangem Ringen auf eine Reform des Düngerechts in der Landwirtschaft geeinigt. Bundesminister Christian Schmidt (CSU) erklärte am Mittwoch, mit der »Stoffstrombilanzverordnung« habe er »den letzten Baustein für eine Modernisierung des nationalen Düngerechts auf den Weg gebracht«. Die Betriebe werden verpflichtet, genau Buch zu führen, wie viele Nährstoffe sie in den Boden einbringen. Auf diesem Weg sollen eine Überdüngung der Äcker und die Gefährdung des Grundwassers vermieden werden.

Daran hätte die großindustrielle Landwirtschaft schuld, stellen das Umweltbundesamt (UBA) und Wasserversorger übereinstimmend fest. In einigen Regionen werden inzwischen alarmierende Nitratwerte gemessen, und diese könnten in den nächsten Jahren zu einem drastischen Anstieg der Wasserpreise um bis zu 60 Prozent führen.

Das UBA stellte in einer kürzlich erschienenen Studie fest, dass in der Bundesrepublik über 27 Prozent der Grundwas...

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