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16.06.2017 / Feuilleton / Seite 10

Waffen aus Stoff

Vorwärts leben: »Die vergessene Armee« ist ein anrührender Film über Veteranen der NVA

Dr. Seltsam

Seit dem Mauerfall lebt die sehr wache dänische Dokumentaristin Signe Astrup in Berlin Prenzlauer Berg. Vor sieben Jahren fragte sie sich: Wenn 1990 nur 11.000 Berufssoldaten der Nationalen Volksarmee der DDR (NVA) von der Bundeswehr übernommen wurden, wo ist eigentlich der Rest abgeblieben? Was tun und denken diese Leute heute? Einige davon müssten ja ihre Nachbarn sein. Und dann fand sie tatsächlich Kontakt zu einem NVA-Traditionsverein, der Stechschritt und Grenzkontrolle übt und bei Erinnerungstreffen zum Gaudium der alten Genossen in vollem Wichs zum Fahnenappell antritt.

Das alles mag Nachgeborenen je nach Kenntnisstand tragisch oder lächerlich erscheinen, aber die selbstverständliche Ernsthaftigkeit der Beteiligten lässt sogar in einem gefestigten Wehrdienstverweigerer (West) wie mir eine gewisse sympathische Rührung aufsteigen. Diese kleine tapfere Armee stand vier Jahrzehnte lang an der Nahtstelle zum aggressiven NATO-Block und hat den Weltfri...

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