16.06.2017 / Ausland / Seite 6

Kriegsziel Infrastruktur

Ostukraine: Im Donbass droht nach der Zerstörung eines Wasserwerks Trinkwasserknappheit – auf beiden Seiten

Reinhard Lauterbach

Im umkämpften Donbass droht pünktlich zum Auftakt des Sommers wieder einmal ein Trinkwassernotstand. Mehrere Pumpstationen und Transformatoren eines auf dem Gebiet der international nicht anerkannten »Volksrepublik Donezk« (VRD) liegenden Wasseraufbereitungswerks wurden durch Beschuss beschädigt und sind seit Tagen außer Betrieb. Das Wasserwerk versorgt Ortschaften auf beiden Seiten der Front; allein auf ukrainischer Seite sind nach Angaben des Kiewer Gouverneurs der Region, Pawel Schebrizkij, 400.000 Bewohner von Awdijiwka und anderen Orten betroffen. Man bemühe sich, ihnen mit Tankwagen Wasser zu liefern, so der Gouverneur.

Aus seinen gewundenen Worten geht indirekt hervor, wer offenbar für die Zerstörungen verantwortlich ist. Schebrizkij beschwerte sich, dass die getroffenen Anlagen »unweit der Stellungen der Terroristen« lägen und es keine Sicherheitsgarantien für die Reparaturtrupps gebe. Deshalb sei eine Instandsetzung derzeit nicht möglich. Logisch ...

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