15.06.2017 / Titel / Seite 1

Waffen für die Welt

Rüstungsexportbericht dokumentiert bombige Geschäfte deutscher Konzerne. Immer mehr Kriegswaffen werden ausgeführt

Michael Merz

Ein alarmierender Bericht, den das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) am Mittwoch in Genf vorstellte, verdeutlicht erneut die Grausamkeit auf Kriegsschauplätzen. Die weitaus meisten Zivilisten in Bürgerkriegen sterben demnach durch Kämpfe in Städten wie Mossul im Irak oder Al-Rakka in Syrien. Bei den Offensiven auf die Terrormiliz »Islamischer Staat« (IS) häuften sich die Meldungen über viele zivile Opfer, hauptsächlich durch Luftangriffe der US-geführten Militärkoalition. Zwischen 2010 und 2015 war laut IKRK fast die Hälfte aller zivilen Kriegsopfer weltweit in Syrien, Irak und dem Jemen zu beklagen.

Das mörderische Kriegstreiben in Nahost wird nicht zuletzt durch Panzer, Geschütze und Munition der Rüstungsschmieden Rheinmetall und Krauss-Maffei Wegmann oder Sturmgewehre von Heckler und Koch angeheizt. Weltweit sind deutsche Waffen gefragt – sei es bei lateinamerikanischen Drogenmafiosis oder den Despoten Nordafrikas. Am Mittwoch hat die Bu...

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