14.06.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

Ein Unbeugsamer

Am 2. Mai starb der Antifaschist und Kommunist Armeegeneral a. D. Heinz Keßler in Berlin. In seinem Leben spiegelte sich das 20. Jahrhundert wider

Egon Krenz

Wir dokumentieren in Auszügen die Rede, die der frühere Staatsratsvorsitzende der DDR und Generalsekretär der SED Egon Krenz am 7. Juni auf der Trauerfeier für Heinz Keßler hielt:

Einen Tag vor seinem Tod war es: Weggefährten besuchten ihn im Krankenhaus. Sie übergaben ihm eine Schrift mit dem Titel »Soldaten für den Frieden. Frieden war und Frieden ist unser Lebensinhalt«. Dieser humanistische Gedanke stand auch über dem Leben von Heinz Keßler. Er, der viele Jahre Uniform getragen hatte, war ein Friedensgeneral in der bisher einzigen deutschen Armee, die nie einen Krieg geführt hat. (…)

Er kam aus einer kommunistischen Familie, die schon früh seine politische Orientierung geprägt hatte. Seinen Idealen blieb er treu – bis zuletzt. Die ihn kannten, nennen ihn zu Recht einen Unbeugsamen. Seine politischen Gegner sagen, er sei ein Unbelehrbarer. Ja, was hätte er denn von ihnen auch lernen sollen? Etwa, dass die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen...

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