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09.06.2017 / Ausland / Seite 6

»Nicht mehr willkommen«

Serbien: Die in den Camps lebenden Geflüchteten geraten in Vergessenheit

Klaus Petrus

Nach Angaben der serbischen Regierung haben in den vergangenen drei Jahren Millionen Flüchtlinge das Land Richtung Westeuropa passiert. Von diesen haben insgesamt 1.796 Menschen Asyl in der ehemaligen jugoslawischen Republik beantragt. Das erklärte am Mittwoch Nenad Ivanisevic, Staatssekretär im für soziale Fragen zuständigen Arbeitsministerium. Die Zahlen verdeutlichten, so Ivanisevic, dass die Geflüchteten »nicht die Absicht haben, in unserem Land zu bleiben«. Dass dies ganz im Interesse der Regierung ist, zeigte die Politik der vergangenen Monate.

Im Winter waren die Bilder um die Welt gegangen: über 2.000 Geflüchtete aus Afghanistan, Pakistan, Syrien und dem Irak, die bei Minustemperaturen in leeren Lagerhallen hinter dem Belgrader Busbahnhof hausten, ohne Strom und fließend Wasser, verzweifelt, verloren. Am 11. Mai und in den darauffolgenden Tagen wurden die Baracken von der serbischen Regierung abgerissen, doch kaum jemand berichtet darüber. Es ist, ...

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