08.06.2017 / Medien / Seite 15

Krieg gegen Berichterstatter

Lateinamerikanische Journalistenvereinigung verurteilt zunehmende Gewalt in Region

Volker Hermsdorf

Die Lateinamerikanische Journalistenvereinigung (Felap) hat die zunehmenden Verfolgung von Medienmitarbeitern in der Region angeklagt. In den vergangenen fünf Jahren wurden demnach mindestens 187 Journalisten ermordet, die meisten von ihnen in Mexiko, Brasilien und Honduras. »Wir erleben einen verdeckten, aber tödlichen Krieg korrupter politischer Machthaber gegen kritische Berichterstatter«, erklärte der chilenische Journalist Ernesto Carmona zum Abschluss des dreitägigen XII. Kongresses der Vereinigung am 28. Mai in Buenos Aires. Carmona ist Vorsitzender der Kommission zur Untersuchung von Attentaten auf Journalisten (CIAP), die regelmäßig Berichte über Angriffe auf Medienvertreter vorlegt. Nach eigener Darstellung umfasst die CIAP-Information die zwischen 2012 und 2016 registrierten Morde. Allein in Mexiko wurden seit Anfang 2017 mindestens sechs weitere Reporter getötet.

Die 1976 gegründete Felap mit Sitz in Mexiko-Stadt ist die Dachorganisation von me...

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