08.06.2017 / Medien / Seite 15

Eine Flut von Fake News

Putin dementiert, die Westmedien ignorieren das. Doch Vorwürfe, dass Moskau die US-Wahlen manipuliert habe, kann man wohl nur absurd nennen

Dieter Schubert

Russlands Staatspräsident Wladimir Putin hat eine persönliche Einflussnahme auf den US-Wahlkampf bestritten. Wieder einmal. Ob es allerdings hilft, ein wenig Sachlichkeit in die permanent wiederholte Propaganda jenseits und diesseits des Atlantik zu bringen, muss bezweifelt werden.

Glaubt man den meisten westeuropäischen sowie US-Konzern- und Staatsmedien, so ist Moskau nämlich nahezu allmächtig. Der Russe als Feindbild wird selbst dann bemüht, wenn es völlig absurd erscheint. Beispielsweise, wenn behauptet wird, Moskau habe die US-Präsidentschaftswahl zu Ungunsten der zweitplazierten Bewerberin Hillary Rodham Clinton manipuliert.

Das setzt nicht nur voraus, dass US-Wähler in der Mehrheit doof sind. Russ­lands Geheimdienst müsste auch über diverse Zaubermittel zur Meinungsbeeinflussung gebieten, die selbst die NSA (National Security Agency der USA) oder den eines ebenfalls beinahe übermächtigen Einflusses bezichtigten britischen Netzmanipulator GCHQ (Govern...

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