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02.06.2017 / Ausland / Seite 7

Friedensprozess in der Krise

Kolumbiens Regierung setzt nur wenige der Vereinbarungen mit der linken FARC-Guerilla um

Jan Schwab, Bogotá

Am vergangenen Wochenende feierten die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) den 53. Jahrestag ihrer Gründung. Die Guerillaorganisation entstand aus zum Teil kommunistischen Bauernmilizen und war die historische Reaktion auf die Aggression des Staates gegen die Selbstverteidigung und Organisierung der Bauern. Der Versuch des Regimes in Bogotá, die Aufständischen in der Enklave Marquetalia mit Zehntausenden Soldaten zu vernichten, war 1964 gescheitert. Der 27. Mai, an dem sich die überlebenden Kämpfer neu sammelten, gilt den FARC als ihr Gründungsdatum. 2017 beging die älteste Guerilla Lateinamerikas den Jahrestag zum letzten Mal als bewaffnete Organisation und landesweit mit einem umfassenden Kulturprogramm. Die FARC stehen kurz vor ihrer Umwandlung in eine legale Partei. Deren Programm und Name sollen bei einem Kongress beschlossen werden, der voraussichtlich im August stattfinden wird.

Die Kämpferinnen und Kämpfer der Guerilla befinden sich berei...

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