Gegründet 1947 Donnerstag, 18. April 2019, Nr. 92
Die junge Welt wird von 2181 GenossInnen herausgegeben
01.06.2017 / Inland / Seite 4

Prekäres Asyl in Deutschland

Antirassistische Initiative dokumentiert Übergriffe auf Geflüchtete. Verdopplung im Jahr 2016

Ulla Jelpke

Durch rassistische Angriffe sind im vergangenen Jahr 505 Asylsuchende in Deutschland verletzt worden – doppelt so viele wie im Jahr davor. Diese Zahl teilt die Berliner Antirassistische Initiative (ARI) in ihrer jetzt vorgelegten Neuausgabe ihrer Dokumentation über »Bundesdeutsche Flüchtlingspolitik und ihre tödlichen Folgen« mit. Unter den Verletzten seien 134 Minderjährige gewesen. Auch die Zahl von Suizidversuchen und Selbstverletzungen unter Geflüchteten war im Jahr 2016 höher als je zuvor. 239 Flüchtlinge hätten sich selbst verletzt. Diese Zahlen seien aber »nur ein Schatten der tatsächlichen Zahl solcher Verzweiflungstaten«, sagte ARI-Sprecherin Elke Schmidt am Mittwoch gegenüber junge Welt.

Geflüchtete unterlägen in Deutschland einem belastenden Mix aus abschreckender Gesetzgebung, prekären Aufenthaltsbedingungen und rassistischen Stimmungen in Teilen der Gesellschaft. Vor 24 Jahren hat die ARI ihre Dokumentation begonnen, die seither jährlich aktu...

Artikel-Länge: 3068 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €