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30.05.2017 / Ausland / Seite 7

Debatte läuft aus dem Ruder

Im britischen Wahlkampf wird die »innere Sicherheit« diskutiert. Doch Labour-Chef Corbyn macht die Kriege zum Thema

Christian Bunke, Manchester

In der kommenden Woche wird in Großbritannien ein neues Parlament gewählt. Im Mittelpunkt des nach dem Anschlag in Manchester am 22. Mai vorübergehend ausgesetzten Wahlkampfs stehen aus naheliegenden Gründen Fragen der »inneren Sicherheit«. Doch die Debatte verläuft nicht so, wie es sich die Kriegsbefürworter bei den Konservativen und in der Labour-Partei vorgestellt haben.

Am vergangenen Freitag hielt Labour-Parteichef Jeremy Corbyn in London eine im Fernsehen übertragene Grundsatzrede über die Terrorismusbekämpfung. Darin stellte er fest, dass es »Verbindungen gibt zwischen den Kriegen, die unsere Regierungen im Ausland unterstützt oder durchgeführt haben, und dem Terrorismus in unserem eigenen Land«. Nötig sei deshalb »eine Veränderung unserer Politik im In- und Ausland«.

Corbyn hat noch nie einem Auslandseinsatz des britischen Militärs zugestimmt. Schon im Februar 2003 warnte er in einer Rede im Londoner Unterhaus: »Die Invasion des Irak wird eine Spira...

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