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29.05.2017 / Ausland / Seite 6

Ein Leben für den Kalten Krieg

Der ehemalige US-Sicherheitsberater Zbigniew Brzezinski stirbt friedlich im Bett. Seine Ziehsöhne morden weiter

Reinhard Lauterbach

Der einflussreiche Politologe, Geopolitiker und Berater mehrerer US-Präsidenten Zbigniew Brzezinski ist tot. Er starb am vergangenen Freitag im Alter von 89 Jahren in einem Krankenhaus im US-Bundesstaat Virginia.

Brzezinski wurde 1928 in Warschau als Kind eines polnischen Diplomaten geboren. Die Familie war adlig, ihre Besitztümer lagen im damaligen Ostgalizien, das heute zur Ukraine gehört. Seine frühe Kindheit verbrachte Brzezinski mit seiner Familie in Leipzig, wo sein Vater polnischer Konsul war, bevor dieser für die Jahre 1936 bis 1938 an das Konsulat im ukrainischen Charkiw (russisch: Charkow) wechselte und anschließend als Generalkonsul nach Montreal in Kanada versetzt wurde, wo er auch nach 1945 blieb. Den jungen Brzezinski zog es in der Hochzeit des Kalten Krieges in die USA an die Harvard-Universität.

Die Kindheitsjahre im Charkow der Stalinschen Säuberungen werden auch in Brzezinskis offiziellen Biographien als prägend für die zu seinem Markenz...

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