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29.05.2017 / Inland / Seite 8

»Die Zahl unserer Mitglieder nimmt stetig zu«

Nach dem Studium lohnabhängig. Alternative Gewerkschaft will Studierende darauf vorbereiten. Ein Gespräch mit Conny Pretz

Ralf Wurzbacher

In der Basisgewerkschaft »unter_bau« an der Frankfurter Goethe-Uni sind bisher mehrheitlich noch Studierende organisiert. War das so geplant?

Unbedingt. Im Anschluss an ihr Studium werden die meisten Absolventen zeit ihres Lebens lohnabhängig sein. Viele müssen sich schon während des Studiums ihren Lebensunterhalt verdienen, allein an der Goethe-Uni tun dies mehr als 2.000 Hilfskräfte. Wer sich schon früh mit miesen Arbeitsbedingungen, Kettenbefristungen und schlechter Bezahlung abfindet oder damit, sich gegen andere Beschäftigtengruppen ausspielen zu lassen, den stumpft das fürs spätere Arbeitsleben ab. Man hört zum Beispiel: Warum sollte ich als studentische Hilfskraft den Aufstand proben, wenn ich den Job sowieso nur ein, zwei Jahre mache? Wenn alle so denken und handeln, werden die Bedingungen an den Hochschulen ganz sicher immer schlechter. Deshalb macht es sehr wohl Sinn, wenn sich Studierende gewerkschaftlich organisieren.

Auch weil sie ein Interess...

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