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29.05.2017 / Inland / Seite 5

Helfer ohne Tarifbindung

Ver.di und einige Trägerverbände wollen gegen Lohndumping bei Betreuung von Geflüchteten in NRW vorgehen

Herbert Wulff

Viel ist in der Flüchtlingshilfe von Humanität die Rede. Doch die Realität sieht anders aus – und zwar nicht nur in bezug auf geflüchtete Menschen, sondern auch auf deren professionelle Betreuer. In Nordrhein-Westfalen sorgte jüngst ein Betreiberwechsel in der Zentralen Unterbringungseinrichtung Oerlinghausen für Empörung: Statt von der Johanniter- Unfall-Hilfe werden die Flüchtlinge seit Ende Januar von Beschäftigten eines Tochterunternehmen des Deutschen Roten Kreuzes betreut – ohne Tarifbindung und mit deutlich schlechteren Arbeitsbedingungen. Damit sich so etwas nicht wiederholt, fordert die Gewerkschaft ver.di überall eine Bezahlung auf dem Niveau des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst (TVöD). Dem haben sich mehrere Wohlfahrtsverbände aus NRW in einer am Freitag veröffentlichten Erklärung angeschlossen.

In der von der Johanniter-Unfall-Hilfe, dem Malteser-Hilfsdienst und dem Verein Zukunftsorientierte Förderung in NRW mit ver.di unterzeichneten...

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