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22.05.2017 / Inland / Seite 4

McKinsey instruiert Abschiebebehörde

Frankfurt am Main: »No-G-20-Bündnis« verleiht Negativpreis an Beratungskonzern

Gitta Düperthal

In Hamburg will die Polizei wegen der angekündigten Proteste gegen den G-20-Gipfel für die Zeit vom 7. und 8. Juli ganze Straßenzüge als vermeintliche Gefahrenzonen ausweisen. Das »No-G-20-Bündnis« in der Rhein-Main-Region hat im Gegenzug damit begonnen, aus seiner Sicht »rote Zonen« zu markieren.

Am Dienstag will das Bündnis nun in Frankfurt am Main das Beratungsunternehmen McKinsey mit dem Titel »Goldener Schreibtischtäter im Abschiebegeschäft« auszeichnen. Das kündigte Magnus Altenfeld, Sprecher des Bündnisses, an. Geplant ist ein »feierlicher Umzug ins Bankenviertel« der Mainmetropole, der die Verleihung des Negativpreises folgen soll.

Im Aufruf des Bündnisses zu der Aktion heißt es, McKinsey sei bundesweit für die »Optimierung« des »Abschiebegeschäfts« zuständig. Die Firma – in der Regel mit der Ausarbeitung von Strategien für Stellenabbau und Massenentlassungen in Großbetrieben befasst – hat für 1,8 Millionen Euro eine Studie im Auftrag des Bundesamt...

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