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22.05.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

»Frexit« im Südpazifik?

Die Einwohner Neukaledoniens wollen einmal mehr die Verbindung zum kolonialen »Mutterland« Frankreich kappen

Thomas Berger

Die Tage Neukaledoniens als Gebiet unter französischer Oberhoheit sind womöglich gezählt. Schon jetzt genießt die etwa 250.000 Einwohner zählende Insel im Südpazifik als spezielles Überseegebiet diverse Autonomierechte. Das legt das am 5. Mai 1998 unterzeichnete und in einem anschließenden Referendum von 72 Prozent der Teilnehmer bestätigte Abkommen von Nouméa, benannt nach der Inselhauptstadt, fest. Demnach ist Paris für außen- und sicherheitspolitische Fragen, Justiz und zentrale Finanz­entscheidungen zuständig. Alles andere fällt in den Verantwortungsbereich der Regionalregierung. Bis Ende kommenden Jahres werden die Insulaner in einer weiteren Volksabstimmung darüber befinden, ob ihre Heimat nicht sogar gänzlich zu einem souveränen Staatswesen wird. Die UNO jedenfalls betrachtet Neukaledonien schon länger als eines der letzten Gebiete, die zu dekolonisieren sind. Nun läuft der Countdown für den »Frexit«, also den endgültigen Abschied von Frankreich, w...

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