20.05.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Zuwenig Geld fürs Klima

Industrienationen geizen mit Investitionen zur Reduzierung der globalen Erderwärmung. Fortschritt durch China und Indien

Wolfgang Pomrehn

In Bonn ging am Donnerstag ein halbjähriges Vorbereitungstreffen für die diesjährige UN-Klimakonferenz zu Ende. Auf dem Programm stand vor allem die Erarbeitung eines Regelwerks, das im Rahmen des Pariser Klimaabkommens weiter verhandelt werden soll. Der 2015 in der französischen Hauptstadt abgeschlossene und inzwischen von 146 Staaten ratifizierte Vertrag sieht einerseits vor, dass die globale Erwärmung deutlich unter zwei Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau gehalten werden soll und andererseits die Länder Selbstverpflichtungen übernehmen, um dieses Ziel zu erreichen. Sowohl das Ziel als auch die Selbstverpflichtungen sollen regelmäßig überprüft und angepasst werden. Insbesondere soll untersucht werden, ob nicht gar die Begrenzung auf 1,5 Grad globale Erwärmung notwendig ist, um katastrophale Folgen der Klimaerwärmung zu vermeiden.

Im Vorfeld der Bonner Gespräche hatte es einigen Unmut unter den Staaten gegeben, weil die neue US-Regieru...

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