20.05.2017 / Inland / Seite 2

»Stärkeres Interesse am Antiimperialismus«

Im Vergleich zu den 70er Jahren ist die Linke heute schwächer. Die objektiven Bedingungen für Verbesserung wären gegeben. Gespräch mit Torkil Lauesen

Gabriel Kuhn

Sie werden am 24. Mai bei der Veranstaltung »Geteilte Welt, geteilte Klasse?« in Berlin sprechen. Worüber werden sie referieren?

Über den Imperialismus als untrennbaren Teil des Kapitalismus. Es wird um transnationale Produktionsketten gehen, um die Aufteilung der Welt in Produktionsländer und Konsumtionsländer und um den »verborgenen Wert«, der vom globalen Süden in den Norden fließt. Aber diese Ordnung ist alles andere als stabil. Es gibt Klassenkämpfe, die die neoliberale Globalisierung ins Wanken bringen. Die Krise ist eine dreifache: eine ökonomische, politische und ökologische. Es wird in den kommenden Jahrzehnten zu dramatischen Veränderungen kommen.

Hat die Linke eine antiimperialistische Perspektive verloren?

Im Vergleich zu den 1970er Jahren ja. Aber es gibt wieder stärkeres Interesse an antiimperialistischen Theorien. Für die Entwicklung effektiver Strategien gegen den Kapitalismus ist das wesentlich.

Wie haben sich die Voraussetzungen für antiimpe...

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