19.05.2017 / Ausland / Seite 7

Lehrer im Streik

Kolumbiens Pädagogen fordern ein gerechteres Bildungssystem. Regierung will nicht dafür bezahlen

Jan Schwab, Bogotá

Am Mittwoch sind die Verhandlungen zwischen der kolumbianischen Regierung und der Lehrergewerkschaft ­Fecode fortgesetzt worden. Gleichzeitig befinden sich die Pädagogen weiterhin im Streik. Die Fecode hatte die 350.000 Lehrer am 10. Mai zu einer unbefristeten Arbeitsniederlegung aufgerufen und damit zwei Monate laufende Gespräche mit der Regierung über Verbesserung im desolaten Bildungsbereich unterbrochen.

Seit Donnerstag vergangener Woche kam es im ganzen Land zu Demonstrationen und Versammlungen der Lehrer, an denen sich auch Schüler, Studenten und Eltern beteiligten. Bisheriger Höhepunkt des Streiks war eine zentrale Großdemonstra­tion am Dienstag in der Hauptstadt Bogotá. Nach Fecode-Angaben nahmen daran mindestens 60.000 Lehrer teil. Angeschlossen hatten sich darüber hinaus Arbeiter des öffentlichen Dienstes sowie pädagogische Hilfskräfte.

Streitpunkte in den Verhandlungen sin...

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