19.05.2017 / Ausland / Seite 6

Washington spielt mit Kurden

USA halten an Aufrüstung von Kämpfern im Norden Syriens fest

Karin Leukefeld

Trotz der Kritik des NATO-Staats Türkei rüstet die US-Armee die mit ihr verbündeten Einheiten der Syrisch-Demokratischen Kräfte (SDK) und der kurdischen Volksverteidigungseinheiten YPG im Norden Syriens auf. Am Dienstag teilte Major Josh Jacques vom US-Zentralkommando mit, dass US-Marines in die Provinz Rakka geflogen worden seien. Die Soldaten sollten »vorübergehend unterstützen«, so der Offizier gegenüber der Marine Corps Times vom 15. Mai. Ziel des militärischen Engagements sei es, »die dauerhafte Niederlage des ›Islamischen Staates‹ zu gewährleisten«.

400 US-Marines waren bereits im März im Norden Syriens stationiert worden. Um den Angriff auf Rakka vorzubereiten, sollten sie »einen Vorposten einrichten«, erklärte General Joseph Votel, Chef des US-Zentralkommandos. Völkerrechtlich handelt es sich um eine illegale Besetzung Syriens, da die US-Armee weder auf Bitte der Regierung in Damaskus noch in Absprache mit dieser handelt.

Der »Vorposten«, wie Augenz...

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