19.05.2017 / Inland / Seite 5

Universelle Geschäfte

Demonstranten protestieren vor Hauptversammlung der Deutschen Bank gegen Steuerhinterziehung und Rüstungsfinanzierung

Gitta Düperthal, Frankfurt am Main

Donnerstag früh, 8.30 Uhr, vor Beginn der Hauptversammlung der Deutschen Bank: Auf dem Vorplatz der Festhalle der Frankfurter Messe mussten Anleger und Banker sich am Portal des pompösen Baus durch die Demonstranten drängen.

Protestler fütterten einen gefräßigen Briefkasten mit Geldscheinen, der Firmen in Steueroasen symbolisieren sollte. »Das größte deutsche Finanz­institut bildet weiterhin einen Knotenpunkt für illegitime Finanzströme und nutzt seine Niederlassungen in Schattenfinanzplätzen, um eigene Steuerzahlungen zu drücken oder seinen Kunden bei Steuerhinterziehung und Geldwäsche zu helfen«, sagte Tim Büttner vom globalisierungskritischen Netzwerk ATTAC. Wie aus dem Jahresbericht 2016 hervorgehe, unterhalte die Deutsche Bank weltweit etwa 500 Niederlassungen in Steueroasen. Das seien 40 Prozent all ihrer Tochterunternehmen. »Diese erlauben es ihr, Gewinne in großem Maßstab in Niedrigsteuerländer zu verschieben.« 2015 habe sie beispielsweise in Luxem...

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