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13.05.2017 / Ausland / Seite 7

Hungerstreik gegen Erdogan

Wissenschaftler und Lehrer protestieren in der Türkei gegen per Dekret verfügte Massenentlassungen

Nick Brauns

Rund 8.000 Wissenschaftler sowie 30.000 Lehrer haben nach dem gescheiterten Militärputsch vom Juli 2016 in der Türkei auf Grundlage von Ausnahmezustandsdekreten ihre Jobs an Universitäten und Schulen verloren. Die Literaturwissenschaftlerin Nuriye Gülmen sowie der Grundschullehrer Semih Özakça sind zwei von ihnen. Seit mehr als zwei Monaten befinden sich die beiden vor dem Mahnmal für die Menschenrechte in Ankara in einem unbefristeten Hungerstreik, um ihre Jobs zurückzufordern.

Die 35jährige Gülmen war im vergangenen Jahr von ihrer Stelle als Dozentin an der Selcuk Universität in der zentralanatolischen Stadt Konya suspendiert und im Januar 2017 per Dekret entlassen worden. Die Behörden warfen ihr vor, der »Fethullistischen Terrororganisation – Parallelstaatsstruktur« (FETÖ-PDY) anzugehören. So bezeichnet die türkische Justiz das religiös-konservative Netzwerk des im US-amerikanischen Exil lebenden pensionierten Imam Fethullah Gülen, das nach Meinung Anka...

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