14.08.2002 / Inland / Seite 15

Wo nur die Freiheit zählt

Gestorben im August 1962: Wer über Rudi Arnstadt nicht reden will, soll über Peter Fechter schweigen

Peter Rau

Kaum ein von der DDR begründeter Jahrestag erfreut sich noch heute so großer Aufmerksamkeit wie der 13. August. Selbst die unrunden werden dabei nicht ausgelassen, um dem »Unrechtsstaat« oder »SED-Regime« hinterherzutreten - wie ein Blick in die aktuellen Zeitungen unschwer erkennen läßt. Besonders hoch im Kurs bei den alljährlichen Gedenkritualen steht der Name Peter Fechter, umso mehr in diesem Jahr, da sich sein tödlich endender Fluchtversuch in der Mitte Berlins am 17. August zum 40. Male jährt. Der 18jährige Maurergeselle aus Berlin-Weißensee gilt gemeinhin als »der erste Tote an der Mauer«, womit im westdeutschen Sprachgebrauch gleichermaßen die ein Jahr zuvor militärisch gesicherte Grenze zwischen Ost- und Westberlin gemeint ist wie die Staatsgrenze zwischen DDR und BRD. »Er wollte nur die Freiheit«, lautet die Inschrift an dem Mahnmal in der Zimmerstraße, an dem sich gestern Berliner Politprominenz versammelte, um der Opfer an jener Grenze zu gede...

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