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09.05.2017 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Tief gespalten

1. Mai: Der eine Teil der Gewerkschaftsbewegung kämpft gegen eine Rentenreform, der andere befürwortet sie

Florian Sieber, Zürich

Die in der Schweiz anstehende Rentenreform, die auch eine Erhöhung des Renteneintrittsalters für Frauen vorsieht, gerät zunehmend unter Beschuss. Zwar wird das Projekt sowohl von der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz (SPS) als auch vom Schweizerischen Gewerkschaftsbund (SGB) getragen. Doch gerade innerhalb der Arbeiterverbände wollen viele Mitglieder die Änderungen verhindern; ganze Gewerkschaftssektionen stellen sich gegen die Beschlüsse ihrer Zentralen. Deutlich sichtbar wurde das rund um den 1. Mai.

Hintergrund der Auseinandersetzung ist die sogenannte Altersvorsorge 2020. Das vom sozialdemokratischen Regierungsmitglied Alain Berset vorangetriebene Projekt sieht unter anderem vor, das Renteneintrittsalter für Frauen von 64 auf 65 Jahre anzuheben. In die kapitalgedeckten Betriebsrenten werden die Beschäftigten zudem mehr einzahlen müssen, um später ähnliche Beträge ausgezahlt zu bekommen wie derzeit. Lediglich die umlagefinanzierte Alters- und Hint...

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