08.05.2017 / Feuilleton / Seite 11

In Richtung Licht

»The West Against The People« vom Mary Ocher ist ein ­popdialektisches Protestalbum

Rafik Will

Am Donnerstag beginnen die Kurzfilmtage Oberhausen, bei denen auch wieder der »MuVi-Preis« für das beste Musikvideo verliehen wird. Zwölf Videos stehen zur Auswahl, mit dabei ist »Arms« von Mary Ocher. Es zeigt die Musikerin, die in Moskau geboren wurde, in Tel Aviv aufwuchs und in Berlin lebt, an öffentlichen Orten in Israel. Neben ihr lächeln einzelne Soldaten und Soldatinnen in die Kamera. Fast alle tragen Waffen, im Supermarkt, im Cafe oder an der Bushaltestelle. »No one will mess with us/We’re holding arms« singt Ocher dazu. Im Video hält sie in einem Spielzeugladen Plastikhandgranaten in die Kamera. Oder sie steht auf dem Bürgersteig und will Passanten eine weiße Blume überreichen, die aber niemand möchte. Ironie in einer militarisierten Gesellschaft. Das Lied ist ein minimalistisches Kunstwerk. Electronic Dance Music, ganz ohne Beat, aber mit einem Synthesizer, der hier wie ein extraterrestrisches Instrument klingt.

Basierend auf diesem Song kam...

Artikel-Länge: 3402 Zeichen

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