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08.05.2017 / Inland / Seite 5

Krise frisst einstige Profiteure

Große Reeder können Kredite nicht tilgen. Konzentrationsprozesse nehmen trotzdem weiter zu

Burkhard Ilschner

Schiffahrtsexperten reden von einer »neuen Weltordnung« – meinen damit allerdings nur ihre eigene Branche und hier vor allem die Containerschiffahrt. Nach jahrelanger Krise begrüßt diese momentan zwar verhalten ein Zwischenhoch, doch niemand weiß, ob das von Dauer ist. Sicher ist aber, dass die Entwicklung neue Strukturen und Machtverhältnisse bringt.

Gier hat bekanntlich für Überkapazitäten gesorgt, die krisenbedingt drastisch fallende Frachtraten weiter abstürzen ließen. Werften liefern ungebrochen neue, große Schiffe, die noch zu Krisenbeginn geordert worden sind. Massenhaftes Stillegen oder auch Abwracken kleiner und mittlerer Einheiten hilft dagegen kaum. Ende 2016 fuhren global 4.905 Vollcontainerschiffe mit 19,05 Millionen Standardcontainern (TEU) Kapazität. Am 4. Mai zählte die Flotte 4.982 Einheiten für 19,84 Millionen TEU, in den Orderbüchern stehen 286 Schiffe mit 2,56 Millionen TEU: Die Durchschnittsgröße wächst. Kleine und mittlere Feeder- bzw...

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