06.05.2017 / Wochenendbeilage / Seite 6 (Beilage)

»Unser Kampf hört nie auf«

Homophobie als Herausforderung

Detlef Grumbach

Orlando, 12. Juni 2016: Ein Attentäter betritt den queeren Klub Pulse. Dort feiern Latinos eine Party, die meisten Besucher sind schwul, lesbisch, bisexuell oder transgender. Er tötet 49 Besucher*Innen und verletzt 53 weitere. Der Anschlag auf das Pulse hat ungewöhnlich starke Reaktionen hervorgerufen. Spontan brachten Schwule, Lesben, Trans* und andere weltweit ihre Trauer um die Opfer zum Ausdruck, auf vielen CSD-Paraden des Sommers 2016 trugen Teilnehmer ein riesiges Trauerband, jedes einzelne der Opfer wurde mit Namen, Gesicht und wichtigen Lebensdaten gezeigt.

Der Anschlag hatte sich gezielt gegen einen Ort gerichtet, an dem queere Menschen oder Queers – so will ich sie mal nennen, um die unübersichtliche Buchstabenkette LSBQTI* in Zukunft zu vermeiden – unter ihresgleichen waren und sich sicher fühlten. Er wirkte wie ein Menetekel: Ihr alle seid gemeint. In den USA wurde dies von einem großen Teil der Öffentlichkeit verstanden. Der Präsident, sein Vi...

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