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06.05.2017 / Feuilleton / Seite 10

Lass es Liebe sein

Aber die im deutschen PEN ­versammelten Intellektuellen gucken lieber Fußball

Otto Köhler

Nie habe ich mich so über Fußball gefreut, wie damals 1974, als die DDR über Deutschland siegte. Inzwischen ist die DDR futsch. Und damit auch mein Interesse am Fußball. Deutschland ist fast nicht mehr zu besiegen. Im alten Rom gab es für die Armen Brot und Spiele. Heute verabreichen wir den Arbeitslosen, dem Prekariat und dem untergehenden Mittelstand Hartz IV und Fußball. Und Deutschlands Intellektuelle leisten Beihilfe.

Zur diesjährigen Jahrestagung des deutschen PEN-Zentrums in der Fußballhauptstadt Dortmund, hatte ich einen Antrag gestellt, der den totalen Einsatz des öffentlich-rechtlichen Fernsehens für die Fußballisierung unseres Verstandes würdigt und Abhilfe fordert (junge Welt, 27.4.2017). Vier Tage zuvor war wieder einmal das eingetreten, was ich in meinen Antrag generell kritisierte. Die ARD übertrug von 20.15 bis 22.45 in Abänderung ihres normalen Programms ein sicherlich bedeutendes Fußballspiel – das Politmagazin am Dienstag abend fiel aus,...

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