04.05.2017 / Titel / Seite 1

Die Hütte brennt

Arbeiter von Thyssen-Krupp demonstrieren in Duisburg. In der Stahlsparte droht 4.000 Beschäftigten der Jobverlust

Simon Zeise

Ihre Zukunft steht auf dem Spiel. In Duisburg gingen am Mittwoch 7.500 Stahlarbeiter auf die Straße, um gegen drohende Entlassungen zu protestieren. Der Konzernvorstand denkt seit Wochen laut über eine Fusion mit dem indischen Monopolisten Tata-Steel nach. Dadurch würde nach Arcelor-Mittal der zweitgrößte Stahlkonzern in Europa entstehen.

Am Donnerstag will der Aufsichtsrat über weitere Schritte beraten. Einen Tag zuvor wollten die Beschäftigten ein starkes Zeichen setzen. Auf Plakaten waren Sprüche wie »Kampf um jeden Arbeitsplatz«, »Stahl ist Zukunft« und »Ist der Stahl erst kalt, wächst hier bald wieder Wald« zu lesen. Gesamtbetriebsrat Günter Back warf den Managern eine Salamitaktik vor. Es stünden nicht hunderte, sondern mehrere tausend Jobs auf dem Spiel, sagte er gegenüber Reuters.

Unabhängig von der Elefantenhochzeit hat das Management angekündigt, in den nächsten drei Jahren 500 Millionen Euro einsparen zu wollen. Im Werk Duisburg Hüttenheim und Bo...

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