02.05.2017 / Inland / Seite 5

Beispiel Charité macht Schule

Bündnis in Dresden für mehr Personal in Krankenhäusern gegründet

Steve Kühne

Die Personalrätin Dorit Hollasky weiß, wovon sie spricht. Als gelernte Krankenschwester und Sozialarbeiterin im Städtischen Klinikum Dresden kennt sie die Probleme von Schwestern, Pflegern und Assistenzärzten. »Überarbeitung ist eine alltägliche Erscheinung«, sagte sie gegenüber jW am vergangenen Donnerstag. »Wenn man mit den Kolleginnen auf den Stationen spricht, hört man immer wieder dieselbe Forderung: Wir brauchen mehr Personal.« Auch große Teile der Belegschaft wollten die permanente Unterbesetzung nicht mehr hinnehmen. Mit der Bildung eines Bündnisses für mehr Personal in der Pflege will die ver.di-Betriebsgruppe im Städtischen Klinikum Dresden nun Solidarität organisieren. Am Donnerstag fand das erste Treffen statt.

Seit 1990 wurde wie bundesweit so auch in Sachsen Raubbau im Gesundheitswesen betrieben. Laut sächsischem statistischen Landesamt ist von den 112 Krankenhäusern, die 1991 im Freistaat existierten, gut jedes dritte bis 2015 geschlossen wo...

Artikel-Länge: 3032 Zeichen

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich

Jetzt die junge Welt abonnieren und Zugriff auf alle Artikel erhalten!

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe