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27.04.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Gier mit göttlichem Segen

Geschäftemacherei in Gebetshäusern: Thailands buddhistischer Klerus wehrt sich gegen mehr Transparenz in Geldsachen

Thomas Berger

Buddhistische Tempel sind, wie Kirchen oder Moscheen, in erster Linie Häuser des Gebets. Das ist auch in Thailand nicht anders. Dennoch, in keinem anderen Land stehen Tempel in einem so schlechten Ruf. Unklare Geldflüsse, Korruption, Bereicherung, anrüchige Geschäftemacherei lauten die Vorwürfe. Resultat ist ein gar nicht so wundersam ansteigender Wohlstand von Männern in safranfarbenen Roben, die doch weitgehend dem weltlichen Leben, seinen Lockungen und Wirrnissen entsagt haben.

Aus dem großen Wurf einer Reform des Religionsgesetzes, die die buddhistischen Kultstätten mit ihren zumeist undurchsichtigen Einnahmen staatlicher Kontrolle unterstellt hätte, wird es vermutlich nichts. Kurzzeitig schien es, als würde ausgerechnet die regierende Militärjunta um Premier Prayuth Chan- ocha den Machtkampf mit der Sangha (dem einflussreichen Spitzengremium des Klerus) aufnehmen wollen. Ein Positionspapier, das wichtige Eckpunkte vermerkte, wie ein Verbot für Mönche,...

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