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27.04.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

In Teufels Küche

2016 versagte der deutsche PEN in Bamberg vor der Woge intellektueller Fremdenfeindlichkeit

Otto Köhler

Da rannten sie ans Mikrophon vor einem Jahr in der schönen Bischofsstadt Bamberg. Das alles sei »nicht so gemeint«, es sei »aus dem Zusammenhang gerissen«. Der Diplomästhet Alban Nikolai Herbst empörte sich: »Botho Strauß ist mein Freund.« Dichter dürfe man so nicht maßregeln, sagten auch andere. Und das habe er doch nur im Spiegel geschrieben. Wir kämen in Teufels Küche. Und was geht uns eigentlich der Bischof von Bamberg an?

Der Geschäftsordnungsantrag auf »Nichtbefassung« siegte mit der Mehrheit der Mitgliederversammlung des deutschen PEN. Diese Mehrheit des deutschen Zweigs der internationalen Schriftstellervereinigung wollte mit diesen Streitereien nichts zu tun haben.

Ich hatte beantragt, erstens, dass wir uns vor Ludwig Schick stellen, den Erzbischof unserer Gaststadt Bamberg. Er wurde schon lange mit Mord bedroht, weil er verkündete: Wer gegen Flüchtlinge hetzt, dürfe sich nicht Christ nennen.

Vor allem aber stellte der Antrag fest: »Deutsche Intelle...

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