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25.04.2017 / Feuilleton / Seite 11

»Für alle, die auf der Suche sind«

Auftakt zur Aufgabe: Vor 25 Jahren veröffentlichte die RAF ihre »Deeskalationserklärung«

Oliver Rast

In diesem Jahr jährt sich der »Deutsche Herbst«, der Showdown zwischen Rote Armee Fraktion (RAF) und BRD, zum vierzigsten Mal. Seine Übermedialisierung in Ton und Bild überblendet ein anderes Jubiläum: Vor 25 Jahren, im April 1992, erklärte die RAF, die »Eskalation« zurücknehmen zu wollen und ihre Attentate auf Führungskräfte aus Politik und Ökonomie einzustellen.

Als linke Geschichte ist »1977« mehr oder weniger auserzählt, auch wenn bis heute die genauen Umstände der Todesnacht vom 18. Oktober 1977 in Stuttgart-Stammheim, als Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe starben, unklar sind. »1992« ist dagegen unerzählt, auch in den großen Linien. Nach dem »Deutschen Herbst« führte die RAF ihren Kampf weiter. Der »Deeskalation« folgte Resignation statt Reorganisation.

Die damals abgegebene Erklärung richtete sich »an alle, die auf der Suche nach Wegen sind, wie menschenwürdiges Leben hier und weltweit an ganz konkreten Fragen organisiert und durchges...

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