22.04.2017 / Wochenendbeilage / Seite 3 (Beilage)

Mundwinkel hoch

Arnold Schölzel

Sieben Seiten widmete Die Zeit der Präsidentenwahl in Frankreich. Das Resultat ist bescheiden. In keinem der Beiträge ist z. B. von bewaffneter französischer Außenpolitik die Rede. Dabei waren die in Paris Regierenden bei der Beseitigung unliebsamer Regierungen und der Zertrümmerung von Staaten seit dem Zerfall der Sowjetunion besonders fix und stets vorn dabei. Nicolas Sarkozy (»Der afrikanische Bauer bleibt regungslos in einer unveränderlichen Ordnung, nie geht er auf die Zukunft zu. Nie kommt er auf die Idee, aus der Wiederholung auszutreten, um sich ein Schicksal zu erfinden. In dieser Vorstellungswelt, in der alles stets aufs Neue beginnt, ist kein Platz für das menschliche Abenteuer und auch nicht für die Idee des Fortschritts«, Rede in Dakar, Senegal, am 26. Juli 2007) stiftete 2011 mit einem kleinen Krieg in Côte d’Ivoire einem alten Freund ein Präsidentenamt und befreundeten Milliardären schöne Staatsaufträge. Er startete zugleich den Mordfeldzug...

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