21.04.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 9

»Leider auch Entlassungen«

US-Konzern PPG belagert niederländischen Farbenhersteller Akzo-Nobel. Der ­befürchtet Jobverluste. Doch Hedgefonds und Aktionäre machen Druck

Gerrit Hoekman

Der niederländische Konzern Akzo-Nobel hat seinen Anteilhabern innerhalb der nächsten zwölf Monate eine dicke Extradividende versprochen: 1,6 Milliarden Euro will der drittgrößte Produzent von Lacken und Farben ausschütten. Außerdem kündigte die Konzernleitung am Mittwoch an, einen Teil seiner Chemiesparte abzustoßen. Das Unternehmen soll »schlanker« gemacht werden und dadurch mehr Gewinn generieren. Akzo-Nobel will sich nur noch auf sein Kerngeschäft mit den Farben konzentrieren.

Der Verkauf der Firmenteile soll acht bis zwölf Milliarden Euro einbringen, die zu einem erheblichen Teil ebenfalls an die Aktionäre ausgezahlt werden sollen, wie Vorstandschef Ton Büchner am Mittwoch in Amsterdam versicherte. Mit diesen Maßnahmen versucht das Management fast schon verzweifelt die Aktionäre bei der Stange zu halten und eine drohende feindliche Übernahme zu verhindern. Der Traditionskonzern wird seit einiger Zeit heftig vom US-amerikanischen Unternehmen PPG Indust...

Artikel-Länge: 5415 Zeichen

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich

Jetzt die junge Welt abonnieren und Zugriff auf alle Artikel erhalten!

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe