20.04.2017 / Thema / Seite 12

Verändern will nur einer

Bei den Präsidentschaftswahlen in Frankreich entscheidet sich, ob die Politik von Staatschef Hollande fortgesetzt oder ob es eine Neuausrichtung geben wird. Einzig der Linke Mélenchon kündigt Reformen an, die den Namen verdienen

Sebastian Chwala

Selten versprach eine französische Präsidentschaftswahl so viel Spannung wie diese. Die Französinnen und die Franzosen werden am kommenden Sonntag für den ersten Wahlgang an die Urnen gerufen, um darüber zu entscheiden, wer die nächsten fünf Jahre an der Spitze des Staates stehen wird. Umfragen deuten auf einen Kampf zwischen Marine Le Pen, Emmanuel Macron, François Fillon und Jean-Luc Mélenchon hin, die nur wenige Prozentpunkte auseinanderliegen. Sowohl die Favoritenrolle Macrons als auch die überraschend hohen Umfragewerte für Mélenchon weisen darauf hin, dass die traditionellen Parteien in die Krise geraten sind. Die Zustimmung für die sozialdemokratische »Sozialistische Partei« (PS) und für die bürgerlichen »Postgaullisten«, deren parteipolitische Organisation seit dem Tode Charles de Gaulles bis heute mehrfach umbenannt wurde, ist in den letzten Jahren erheblich erodiert. Dies räumt bisherigen Außenseitern wie der Vorsitzenden der Rechtspartei Front ...

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