15.04.2017 / Ausland / Seite 7

Staat im Tötungsrausch

USA: Innerhalb weniger Tage sollen in Arkansas sieben Menschen hingerichtet werden. Gerechtfertigt wird dies mit zur Neige gehenden Giftvorräten

Jürgen Heiser

Im US-Bundesstaat Arkansas sollen vom kommenden Ostermontag an innerhalb von elf Tagen sieben Todeskandidaten hingerichtet werden. Ursprünglich waren es sogar acht Gefangene, vier weiße und vier schwarze: Don Davis, Stacey Johnson, Jack Jones, Ledell Lee, Bruce Ward, Kenneth Williams, Marcel Williams und Jason McGehee. Im Fall des letzteren hatte jedoch ein US-Bezirksgericht am 6. April einen Hinrichtungsstopp verfügt, weil der Staat Arkansas in seinem Fall eine positive Entscheidung des Begnadigungsausschusses missachtet habe.

Der Grund für die geplante Fließbandarbeit des Henkers: Der Gefängnisbehörde des US-Südstaats geht Ende des Monats das Sedativ Midazolam aus, ein pharmazeutischer Wirkstoff aus der Gruppe der Benzodiazepine. Die Vorräte reichen noch exakt für acht Hinrichtungen. Midazolam soll als Teil des mit der Giftspritze verabreichten Drogencocktails den Todeskandidaten betäuben, bevor ihm die tödliche Substanz verabreicht wird, die Herz und Lu...

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