13.04.2017 / Ausland / Seite 6

Lehrer gegen Macri

Argentinien: Lehrer streiken für landesweite Lohnerhöhungen. Gewerkschaften ­kritisieren neoliberale Bildungspolitik

Lena Kreymann

Am Dienstag haben in Argentinien Lehrer und Professoren erneut für landesweite Tarifverhandlungen, höhere Löhne und gegen das gewaltsame Vorgehen der Polizei gestreikt. Gemeinsam mit Schülern und Studenten hielten sie auf der zentralen Plaza de Mayo in Buenos Aires öffentliche Vorlesungen. Auch in zahlreichen Provinzhauptstädten legten Dozenten ihre Arbeit nieder. Während die Gewerkschaft CTERA der linken argentinischen Tageszeitung Página 12 zufolge davon sprach, dass 80 Prozent der Lehrenden mitgestreikt hätten, versuchen rechte Gazetten, die Beteiligung herunterzuspielen. Das Boulevardblatt Clarín berichtete am Dienstag, der Zulauf sei sehr »unterschiedlich« gewesen, die etwas seriösere Nación sprach von 30 Prozent Beteiligung in der Hauptstadt.

Anlass für den erneuten 24stündigen Streik war das gewalttätige Vorgehen der Polizei am vergangenen Sonntag. Diese hatte den Platz vor dem Kongressgebäude brutal geräumt, als die Demonstranten versucht hatten, e...

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