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12.04.2017 / Ausland / Seite 6

Aufgetaucht aus dem Untergrund

Mitglieder der militanten Gruppe »Komitee« beantragen Asyl in Venezuela

Oliver Rast

Ein Leben mit falschen Papieren, unbekanntem Aufenthaltsort und neuer Identität. Drei Berliner Linksradikale versteckten sich nach einem gescheiterten Anschlag auf ein im Bau befindliches Abschiebegefängnis in Berlin-Grünau teils mehr als 20 Jahre lang im Untergrund. Jetzt tauchten die beiden bisher unentdeckt gebliebenen »Komitee«-Mitglieder Peter Krauth und Thomas Walter wieder auf, um in Venezuela Asyl zu beantragen.

Der dritte im Bunde, Bernhard Heidbreder, war bereits im Juli 2014 in Venezuela von Interpol-Beamten aufgespürt worden. Er hat zwei Jahre in Haft verbracht. Seine Auslieferung nach Deutschland lehnten die venezolanischen Behörden ab.

Der Anschlag in der Nacht zum 11. April 1995 mit 120 Kilogramm Sprengstoff auf das menschenleere, noch nicht fertiggestellte Abschiebegefängnis hätte ein Fanal sein sollen – gegen die Einschränkung des Asylrechts in Deutschland und gegen die Abschiebepraxis. Das Vorhaben scheiterte. Eine Polizeistreife en...

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