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12.04.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

»Margot vertraute ihrem Klasseninstinkt«

Die Korrespondenz der DDR-Volksbildungsministerin aus dem Exil in Chile. Am 17. April wäre Margot Honecker 90 Jahre alt geworden. Ein Gespräch mit Eva Ruppert

Frank Schumann

In Bad Homburg lebt seit den 1960er Jahren die Saarländerin Eva Ruppert, die bis 1998 an einem Gymnasium als Lehrerin unterrichtete. Sie besuchte Erich Honecker in der Haft in Berlin-Moabit, korrespondierte mit ihm bis zu seinem Tod 1994. Und auch mit Margot Ho­necker, die im vergangenen Jahr, am 6. Mai, im chilenischen Exil verstarb, tauschte sie Gedanken aus. Am 17. April hätte die frühere Ministerin für Volksbildung der DDR ihren 90. Geburtstag gehabt.

Haben Sie jemals Margot Honecker persönlich getroffen?

Nein, nie. Wir haben uns nur geschrieben. Und zwar ausschließlich Briefe. Als ich mich für die Honeckers zu interessieren begann, lebten sie bereits in Moskau. Margot reiste im Sommer 1992 zur Familie ihrer Tochter nach Chile, als Erich vom russischen Präsidenten Boris Jelzin an Deutschland ausgeliefert wurde. Ich besuchte ihn dann wiederholt im Gefängnis in Berlin und nahm auch an etlichen Sitzungen im Landgericht teil.

Bad Homburg liegt ja n...

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