10.04.2017 / Feuilleton / Seite 10

Mediale Grundversorgung

Thomas Wagner plädiert mit einer Streitschrift für ein öffentlich-rechtliches Internet. Buchvorstellung in Berlin

Timo Daum

Die Öffentlich-Rechtlichen mag niemand so richtig. Den einen sind sie zu »links« (trotz Staatsnähe insbesondere des ZDF war es ja ein Anliegen Helmut Kohls bei der Einführung des privaten Rundfunks, ihm genehmere politische Orientierungen im Fernsehen durchzusetzen), den anderen zu flach, eine bloße Kopie der Privaten. Ihren Bildungsauftrag hätten sie schon lang über Bord geworfen, der Quote werde alles geopfert.

Als »ein Massenbetrieb, der auf Konsum statt Kultur ausgerichtet ist, auf Ablenkung statt Bildung, auf Propaganda statt Information« charakterisiert etwa Berthold Seliger in seinem 2015 erschienenen Aufruf »I Have A Stream. Für die Abschaffung des gebührenfinanzierten Staatsfernsehens« die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten. Er prangert darin mit Verve und Akribie absurde Entscheidungen, die Verschwendung öffentlicher Gelder und die Seilschaften zwischen Sport, Politik und Medienanstalten an und fordert nur konsequent ihre vollständige Absc...

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