07.04.2017 / Ausland / Seite 6

Aufklärung gefordert

Syrische Regierung verlangt die Einsetzung einer unabhängigen Kommission zur Untersuchung der Vorfälle in Khan Scheikhun

Karin Leukefeld, Damaskus

Erste Autopsiergebnisse eines türkischen Krankenhauses bekräftigten die Vermutungen der Weltgesundheitsbehörde WHO, dass die Toten und Verletzten in Khan Scheikhun Opfer freigesetzten Giftgases geworden sind. Der türkische Justizminister Bekir Bozdag erklärte, 32 Opfer seien in der Türkei untersucht worden, drei von ihnen seien gestorben.

Die Ansichten über den Vorfall gingen im UN-Sicherheitsrat auseinander. Während westliche Staaten und syrische Oppositionelle der Regierung in Damaskus vorwerfen, einen Giftgasangriff geflogen zu haben, wiesen letztere und die Armee die Vorwürfe zurück. Man habe »nie chemische Waffen gegen die Bevölkerung eingesetzt und werde das nie tun«, erklärte Außenminister Walid Muallem am Donnerstag vor Journalisten in Damaskus. Außerdem sagte er, die Meldung über einen Giftgasangriff sei vor den ersten Einsätzen der Luftwaffe veröffentlicht worden. Syrien werde die Aufklärung unterstützen, solle der UN-Sicherheitsrat eine »ausgewo...

Artikel-Länge: 3997 Zeichen

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich

Jetzt die junge Welt abonnieren und Zugriff auf alle Artikel erhalten!

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe