06.04.2017 / Medien / Seite 15

Journalismus prekär

Spanien: Ein Bericht der Gewerkschaft CNT beleuchtet die Verhältnisse freier Mitarbeiter von Tageszeitungen, die als Korrespondenten arbeiten

Carmela Negrete

Wenn eine Untersuchung zu Arbeitsbedingungen zu dem Ergebnis kommt, »der Korrespondent ist eine bedrohte Art«, muss die Lage der Betroffenen bedrohlich sein. Die Sektion für Presse und Nachrichtenagenturen der Gewerkschaft für Grafikkünste, Kommunikation und Schauspiel, die zum Gewerkschaftsbund CNT (Confederación Nacional del Trabajo) gehört, hat mit zahlreichen freien und festen Mitarbeitern von Tageszeitungen gesprochen, die aus Lateinamerika und Europa berichten, um deren Arbeitsverhältnisse zu untersuchen. Die Autoren haben den Report »Journalismus auf der Intensivstation« genannt.

Korrespondenten haben »oft einen festen Vertrag«, einen »adäquaten Rhythmus und einen würdigen Lohn«, heißt es. Eingestellt würden sie allerdings oft, ohne Sprachkenntnisse des Landes zu besitzen, in dem sie arbeiten. Solche Jobs würden nur an langjährige erfahrene Mitarbeiter vergeben, die aber auch kaum Erfahrung im neuen Land haben. Der Rest, also die freien Mitarbeiter,...

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