05.08.2002 / Inland / Seite 5

Schlampige Ermittlungen

Der EDV-Spezialist Lars Oliver P. war Immobilienbetrügereien bei der Berliner Aubis auf der Spur. Wenig später lag er im Leichenschauhaus (Teil II)

Till Meyer

Lars-Oliver P. mietete sich unter seinem richtigen Namen in einem kleinen Hamburger Hotel ein. Unterdessen braute sich in Berlin für den Flüchtigen eine gefährliche Gemengelage zusammen. Die BerlinHyp teilte der Aubis-Geschäftsleitung mit, daß es einen Zeugen gebe, der belastendes Material über die Aubis angeboten habe. Die Staatsanwaltschaft sei davon in Kenntnis gesetzt worden. Anfang August 2001 forderte die Aubis ihrerseits bei der Staatsanwaltschaft Akteneinsicht. Sie bekam als Beschuldigte die Akten und damit auch die brühwarme Information, daß der geheime Informant mit dem Belastungsmaterial ihr EDV-Chef Lars-Oliver P. ist.

Aber es kam noch schlimmer. Am 19. September 2001 öffnete der Sicherheitsdienst des Flughafens Tegel routinemäßig alle Schließfächer, die länger als zwei Monate belegt sind. Auch P.s Schließfach wurde geöffnet. Nach kurzer Durchsicht der Sporttasche gab der Sicherheitsdienst die Tasche wie üblich weiter an das Fundbüro. Inhalt ...

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