06.04.2017 / Ausland / Seite 6

Flaggenstreit um Ölstadt

Erdogan droht irakischen Kurden nach Hissen der kurdischen Fahne in Kirkuk

Nick Brauns

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan droht den Kurden im Irak mit einem »hohen Preis«, nachdem über staatlichen Gebäuden der außerhalb der kurdischen Autonomieregion im Nordirak gelegenen Erdölstadt Kirkuk die kurdische Fahne aufgezogen wurde. »Die Eigner dieser Fahne sollten es besser wissen, als wie Separatisten zu handeln«, erklärte Erdogan am Dienstag in der Schwarzmeerstadt Zonguldak während einer Kundgebung für das Referendum über die Einführung eines Präsidialsystems. Die Kurdische Regionalregierung (KRG) müsse ihren »Fehler« sofort korrigieren.

Zwar gehört der über seine Erdölgeschäfte eng an die Türkei gebundene kurdische Präsident Masud Barsani zu den wenigen Freunden, über die Ankara noch verfügt. Doch beim Referendum ist Erdogan auf die Stimmen der türkischen Faschisten angewiesen, die geradezu allergisch auf alles Kurdische reagieren. So hatte sich der Führer der faschistischen MHP, Devlet Bahceli, bereits während eines offiziellen Bes...

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