06.04.2017 / Inland / Seite 4

Fünf Jahre Ungewissheit

Mord an Burak Bektas in Berlin: Anwälte und Aktivisten fordern unabhängige Untersuchung. Grundstein für Gedenkort gelegt

Claudia Wangerin

Fünf Jahre nach dem Tod von Burak Bektas wissen Freunde und Angehörige nicht, ob sein Mörder noch frei herumläuft oder bereits für eine ähnliche Tat verurteilt wurde. »Mir fehlen im Moment die Worte«, sagte die Mutter des türkischstämmigen Berliners, der nur 22 Jahre alt wurde, am Mittwoch auf einer Pressekonferenz im Rathaus Neukölln. »Wir sind wirklich sehr traurig«, so Melek Bektas, die mit dem Anwalt der Familie, Ogün Parlayan, und zwei Verteterinnen der Initiative zur Aufklärung des Mordes auf dem Podium saß. Ihr Sohn war am 5. April 2012 in der Nähe des Krankenhauses Berlin-Neukölln getötet worden, als ein bisher nicht identifizierter Täter wortlos auf eine Gruppe junger Männer schoss. Zwei Freunde von Bektas wurden lebensgefährlich verletzt.

»Wir haben den Eindruck, dass die Berliner Staatsanwaltschaft in letzter Zeit – faktisch zumindest – die Ermittlungen eingestellt hat«, kritisierte Rechtsanwalt Parlayan, der mit seinen Kollegen Mehmet Daimagüle...

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