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05.04.2017 / Titel / Seite 1

Macht das Licht an!

Öffentliche Trauer am Brandenburger Tor bleibt für Opfer des Anschlags von St. Petersburg auf Weisung des Berliner Senats aus

Michael Merz

Symbolische Beileidsbekundungen sind nicht jedermanns Sache. Indiskutabel ist jedoch, wie der Berliner Senat mit der Trauer um die Opfer des Bombenattentats in der St. Petersburger Metro umgeht. Das Wahrzeichen der Hauptstadt, das Brandenburger Tor, nach Terroranschlägen etwa in Paris, Brüssel, Istanbul stets in den Landesfarben der betroffenen Nationen angestrahlt, blieb am Montag abend dunkel. Auch in Solidarität mit den Opfern von Jerusalem und Orlando war es aufwendig illuminiert worden. Im Fall des letzteren Attentats, als ein LGBT-Club angegriffen wurde, hatte man die Regenbogenflagge darauf projiziert. Zuletzt prangte Ende März ein übergroßer Union Jack auf seinen Säulen, nachdem ein mutmaßlicher Terrorist in London mehrere Menschen ermordet hatte.

Nichts dergleichen nach der Explosion in St. Petersburg mit 14 Toten und etwa 50 Verletzten am Montag mittag. Für den Berliner Senat sind es offenbar Opfer zweiter Klasse, wenn sie in der Heimatstadt Wlad...

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