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04.04.2017 / Feuilleton / Seite 11

Aus der Sowkino-Fabrik

Filme aus der ­jungen Sowjetunion auf einer neuen ­Doppel-DVD

Alexander Reich

»Einfach ›Mensch‹ − das ist zuwenig«, schrieb Gorki in heller Begeisterung für den »neuen Menschen«, »der den bürgerlichen tierhaften Individualismus ablehnt« und »sehr gut die wunderbare Harmonie der Persönlichkeit begreift, die mit dem Kollektiv fest verbunden ist«. Mit der Erziehung verrohter Teenager zu solchen Sowjetmenschen war in den 1920ern Anton Makarenko befasst. Sein Buch über die von ihm geleitete Gorki-Kolonie, »Ein ­pädagogisches Poem«, wurde in 60 Sprachen übersetzt. Vor der Drucklegung waren Makarenkos Erfahrungen bereits die Vorlage für den ersten sowjetischen Tonfilm »Der Weg ins Leben« (1931). Zu Beginn dieses Films, der damals nicht nur Brecht begeisterte, sieht man zerlumpte Jungs in Kellerruinen hausen. Sie werden vom Verbrecher »Fomka der Hai« als Handlanger eingesetzt, halten sich auch untereinander an die Hackordnung – die unbändige Lebensfreude der Laiendarsteller lässt sie dabei ungeheuer sympathisch erscheinen.

Als ihr Anführer ...

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