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04.04.2017 / Feuilleton / Seite 10

Die Glückszentrale (GZ)

Helmut Höge

»Sag zum Abschied leise Service!« möchte man mit Peter Glaser zum Zuspätkapitalismus sagen. Mindestens dreimal in der Woche ruft mich ein Callcenterservice an und sagt: »Hier ist die GZ, wir wollten fragen, ob Sie Ihr Gewinnabo verlängern wollen.« Ich lege jedesmal wütend auf. Die GZ hat meine Daten vom »Flug-Ambulanz-Service International« (FASI), bei dem ich angeblich einen Versicherungsvertrag abgeschlossen habe. Der FASI wiederum hat meine Daten vom Pressevertriebszentrum (PVZ), das mit seinen Drückerkolonnen die Fußgängerzonen belebt, also die Frontschweine für den Abokrieg der zuspätbürgerlichen Printmedien befehligt. Mit dem PVZ begann der ganze Callcenterterror, genauer: mit einem Anrufer, der sich bei mir für ein zurückliegendes Interview bedanken wollte – mit einem dreitägigen Aufenthalt für mich und meine Freundin in einem Hotel unserer Wahl plus 100 Euro Taschengeld. Am Ende hatte ich bloß ein teures Jahresabo der Zeit, die mir allwöchentlich ...

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